Literatur

Leseanregung | “Böse Absichten” von Keigo Higashino | 11. April 2017

Mit einer kleinen Leseanregung wünschen wir unseren Klienten und Besuchern auf unserer Website oder Social Media sonnige Ostertage!

 

 

Keigo Higashino: Böse Absichten
Der japanische Autor Keigo Higashino (*1958) aus Osaka ist hierzulande noch nicht sehr bekannt, erobert sich jedoch mit jedem weiteren seiner Kriminalromane eine wachsende Leserschaft, die Vergnügen an seinen Werken findet.
„Böse Absichten“ ist ein kriminalistisches Verwirrspiel, das scheinbare Gewissheiten entstehen lässt, die sich einige Seite weiter schon wieder verändern oder auflösen. Ein erfolgreicher Schriftsteller (Herr Hidaka) wird kurz vor seiner Auswanderung nach Kanada ermordet von seinem langjährigen Freund (Herr Nonoguchi) aufgefunden. Kommissar Kaga hat die Aufgabe herauszufinden, wer für den Mord verantwortlich ist und vor allem, warum dieser Mord verübt wurde. Im Kriminalroman wechseln die Erzählperspektiven zwischen Kommissar Kaga und Herrn Nonoguchi. Fährten werden ausgelegt. Alibis erscheinen wasserdicht. Beweise lassen Überzeugungen entstehen. Welche Rolle spielt eigentlich die verstorbene Frau von Herrn Hidaka? Welche Bedeutung hat die gemeinsame Schulbiografie von Herrn Hidaka und Herrn Nonoguchi? Welche Verwicklung ergeben sich aus der gemeinsamen Lehrervergangenheit von Kommissar Kaga und Herrn Nonoguchi? Freuen Sie sich auf einen vergnüglich verwirrenden Kriminalroman, der wieder einmal deutlich macht, dass die Hinterbühnen zum Verstehen der Vorderbühne notwendig sind.
Wer Gefallen an diesem Autor gefunden hat, kann weitere Bücher in deutscher Übersetzung von ihm schmökern: Mord am See (2003), Ich habe ihn getötet (2016), Verdächtige Geliebte (2012), Heilige Mörderin (2014).
Keigo Higashino, Böse Absichten. Klett-Cotta Stuttgart, 2015. ISBN 978-3-608-98027-1
Michael Faßnacht, Telgte